Rudolf Jordan

1810 Berlin - 1887 Düsseldorf
Rudolf Jordan stammte aus gutbürgerlichen Verhältnissen. Aus Berlin kam er 1833 nach Düsseldorf, wo er an der Kunstakademie anfangs von Carl Ferdinand Sohn und bis 1848 als Meisterschüler von Wilhelm von Schadow ausgebildet wurde. Im Anschluss unterhielt er in Düsseldorf ein eigenes Atelier. Abgesehen von einer Reise nach Italien im Winter 1877/78 reiste Rudolf Jordan immer wieder an die Küsten in Norddeutschland, den Niederlanden und Frankreich. Hier fand er die Motive für seine Genrebilder, die vor allem Szenen aus dem Leben der Fischer und Seeleute zeigen. Diesen Themenkreis hatte er in den 1830er Jahren in die Düsseldorfer Malerei eingeführt. Jordan war in seiner Zeit ein anerkannter und äußerst gefragter Maler. Er war Mitglied der Kunstakademien von Berlin, Dresden, Brüssel und Amsterdam und zeigte seine Werke auf großen internationalen Ausstellungen, u. a. auch auf den Weltausstellungen in Wien 1873 und in Philadelphia 1876.

Henry (Heinrich) Ritter

1816 Montreal - 1853 Düsseldorf
Henry Ritter war trotz seiner kurzen Lebenszeit ein produktiver Künstler, der vor allem mit seinen humorvollen Arbeiten einen wichtigen Beitrag zur Düsseldorfer Genremalerei in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts geleistet hat. In Kanada geboren, kam Henry Ritter 1832 als Vollwaise zu einem Onkel nach Hamburg. Seit 1833 lebte er in Düsseldorf, wo er 1836-1847 an der Kunstakademie studierte. Seine Lehrer waren Carl Ferdinand Sohn und Wilhelm von Schadow, dessen Meisterklasse er 1840-47 besuchte. In diesen Jahren unterhielt Ritter bereits ein eigenes Atelier im Akademiegebäude. 1837/38 nahm er Privatunterricht bei Rudolf Jordan. Die beiden Künstler verband die Vorliebe, in ihren Bildern Szenen aus dem Leben der Fischer und Seeleute darzustellen. Wie Jordan erweiterte auch Henry Ritter sein Motivrepertoire durch Eindrücke, die er auf verschiedenen Reisen gewinnen konnte: 1839 besuchte er die Normandie, 1840 Schottland und England, 1843 Westfriesland. Ritter hatte Frau und Kinder und pflegte den fachlichen Austausch mit seinen Malerfreunden im Kompositionsverein Crignic und im Künstler-Verein Malkasten. Neben den in Öl ausgeführten Werken hinterließ er ein umfangreiches grafisches Werk, bestehend aus Zeichnungen, Radierungen, Lithografien und Holzschnitten.

Carl Wilhelm Hübner

1814 Königsberg - 1879 Düsseldorf
1837 kam Hübner nach Düsseldorf, um von 1838 an bei Wilhelm von Schadow und Carl Ferdinand Sohn an der Akademie zu studieren. Schon 1841 bezog er sein eigenes Atelier. Technisch auf den Spuren Sohns gelang ihm 1844 mit dem Bild „Die schlesischen Weber“ ein erster Publikumserfolg, den er im Zeichen vormärzlicher Sozialkritik auf zahlreichen Ausstellungen in ganz Deutschland feiern konnte. Die soziale Gerechtigkeitsfrage und demokratisches Gedankengut bestimmten auch die folgenden Bilder „Das Jagdrecht“, „Die Auswanderer“ und „Die Pfändung“. Nach 1848 kehrte er zu den gängigen Themen der Genremalerei zurück und bediente mit einer breiten Produktion die Themen der Liebe, Brautwerbung, Heirat, Familie und Kinder, Seefahrt und Heimkehr. 1863 wurde er in Düsseldorf zum Professor ernannt, auch erhielt er den Roten Adlerorden und wurde Mitglied der Akademien in Philadelphia und Amsterdam.

Andreas Achenbach

1815 Kassel - 1910 Düsseldorf
Neben Carl Friedrich Lessing und Johann Wilhelm Schirmer gilt Andreas Achenbach als die dritte große Gründergestalt der Düsseldorfer Landschaftsmalerei. Als Frühbegabter war er bereits mit 12 Jahren an der Kunstakademie aufgenommen worden, wo er ab 1829 in die neu gegründeten Landschafterklasse von Johann Wilhelm Schirmer studierte. Waldlandschaften und Marinen sollten zum Schwerpunkt seines Schaffens werden. 1832-33 reiste er mit dem Vater an die holländischen, deutschen und baltischen Küsten. 1835 folgten Dänemark und Schweden, auch verließ er die Akademie und ging ein Jahr später nach München, wo sich die Eltern niedergelassen hatten. Aufenthalte in Paris und Frankfurt schlossen sich an, verbunden mit wiederholten Besuchen der Niederlande. Erst 1843-45 reiste er nach Italien. Seit 1846 bleibend in Düsseldorf ansässig, wurde sein Atelier Mittelpunkt eines reichen Schaffens, das bis nach Amerika ausstrahlte.