Peter Joseph Hoegg

1818 Koblenz - 1885 Trier
Peter Joseph Hoegg arbeitete als Maler, Zeichner und Illustrator. 1839 kam er nach Düsseldorf, wo er 1840-50 an der Kunstakademie zum Lithograph und Porträtmaler ausgebildet wurde. Nach Abschluss des Studiums nahm Hoegg Privatunterricht bei Rudolf Jordan und verdiente seinen Lebensunterhalt als Zeichner für die Düsseldorfer „Lithographische Anstalt Arnz & Com.“. Die letzten Lebensjahre verbrachte der Künstler in Trier, wo er 1865 an einem Gymnasium eine Stelle als Zeichenlehrer antrat.

Gustav Graef

1821 Königsberg - 1895 Berlin
Gustav Graef war als angesehener Historien-, Bildnis- und Genremaler in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Berlin tätig. Nach einem Medizinstudium in Königsberg wurde er 1843-1846 an der Düsseldorfer Kunstakademie zum Historienmaler ausgebildet. Seine Lehrer waren Theodor Hildebrandt und Wilhelm von Schadow. Frühe Reisen führten ihn nach Antwerpen, Paris, München und Italien. 1850-52 lebte Graef in seiner Heimatstadt Königsberg, wo er die Malerin und Lithografin Franziska Liebreich (1824-1893) heiratete. Das Paar bekam zwei Söhne und eine Tochter. 1852 ließ sich die Familie Graef in Berlin nieder. An den sogenannten „Donnerstagen“ wurde bei den Graefs regelmäßig salonartige Geselligkeit gepflegt. Musiker, Kunstkenner und Literaten nahmen an diesen Abenden teil.

Johann Baptist Sonderland

1805 Düsseldorf - 1878 Düsseldorf
Sonderland gehört zur ersten Generation der Düsseldorfer Genremaler und zu den Rheinländern, die Wilhelm von Schadow bei seinem Amtsantritt 1826 übernahm. Seit 1822 an der Akademie eingeschrieben, hatte er von 1817 an seine erste Ausbildung als Zeichner und Lithograph in der „Lithographischen Anstalt Arnz & Com.“ in Düsseldorf erhalten und blieb deren Mitarbeiter bis 1859. Entsprechend blieb dies seine bevorzugte Tätigkeit, auch wenn er unter Schadow 1832/33 die Fachrichtung Genremalerei einschlug und von 1837/38 bis 1843/44 dessen Meisterschüler wurde. 1838/44 erschienen so in zwei Bänden seine „Bilder und Randzeichnungen zu Deutschen Dichtungen“ und bereicherten damit die aufblühende Düsseldorfer Graphik.

Christian Eduard Boettcher

1818 Imgenbroich (bei Monschau) - 1889 Düsseldorf
Als Maler war Boettcher ein Spätberufener. Er begann sein Studium an der Stuttgarter Kunstakademie, wo er sich von 1833 bis 1839 zum Lithografen ausbilden ließ. Dieses Handwerk betrieb er über mehrere Jahre, bis er sich 1844 als Student der Malerei an der Düsseldorfer Akademie einschrieb und Unterricht bei Theodor Hildebrandt und in der Meisterklasse von Wilhelm von Schadow nahm, der er bis 1849 angehörte. Sein ganzes Leben verbrachte er in Düsseldorf. Hauptsächlich war er als Genremaler tätig, doch schuf er auch eine Vielzahl von Porträts. Ab 1872 unterrichtete er auch an der Akademie.

Hubert Salentin

1822 Zülpich - 1910 Düsseldorf
Salentin hatte sich zunächst als Nagelschmied ausbilden lassen und diesen Beruf in seiner Heimatstadt jahrelang ausgeübt. Die Malerei betrieb er schon früh nebenher, indem er sich in Zülpich als Porträtist betätigte. Die Bekanntschaft mit dem Maler Eberhard Stammel bewog ihn 1848, sich regulär ausbilden zu lassen, zunächst in Köln bei dem Graphiker David Levy Elkan, dann in der städtischen Zeichenschule von Johann Anton Ramboux. 1849 kam er an die Düsseldorfer Akademie, wo Carl Ferdinand Sohn und Wilhelm von Schadow seine Lehrer waren. Nach dem Besuch von dessen Meisterklasse beendete Salentin 1856 seine Akademie-Studien und teilte sich in Düsseldorf zunächst ein Atelier mit dem norwegischen Künstler Adolf Tidemand. Bald aber und mit steigender Nachfrage nach seinen Genrebildern arbeitete der Maler in einem eigenen Atelier. Seine Bilder verkauften sich sehr gut. Sogar amerikanische Museen und Sammler interessierten sich für seine Werke.