August von Wille

1828 Kassel - 1887 Düsseldorf
August von Wille, dessen Großvater vom österreichischen Kaiser Joseph II. in den Reichsadelsstand erhoben wurde, besuchte schon als Fünfzehnjähriger die Akademie der bildenden Künste in seiner Heimatstadt Kassel. Im Alter von 19 Jahren setzte er seine Ausbildung an der Düsseldorfer Kunstakademie in der Landschafterklasse von Johann Wilhelm Schirmer fort. Nach Beendigung seines Studiums ließ er sich als freier Maler in Düsseldorf nieder. 1859 heiratete von Wille in Rüdesheim die spätere Tiermalerin Clara von Böttcher (1837–1883) und zog mit ihr nach Weimar in der Hoffnung, eine Anstellung an der 1860 gegründeten Kunstschule zu erhalten. Diese Hoffnung erfüllte sich nicht, und von Wille kehrte mit Frau und zwei Söhnen nach Düsseldorf zurück. Nachdem er bereits 1849 Mitglied im Künstlerverein Malkasten geworden war, fand er schnell wieder Anschluss in der Düsseldorfer Künstlerschaft. Er betätigte sich hauptsächlich als Landschafts-, Genre und Porträtmaler. Wohlstand aber auch Geldmangel sollten sich in seinem weiteren Leben abwechseln. Wenige Jahre nach dem frühen Tod seiner Frau starb August von Wille 1887 mit noch nicht ganz 59 Jahren und wurde in einem Armengrab auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof beigesetzt.