Gustav Adolf Köttgen

1805 Langenberg (heute Velbert) - 1882 Düsseldorf
Der Sohn eines literarisch und malerisch begabten Seidenfabrikanten studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Peter von Cornelius, dem er 1825 nach München folgte. Nach der Ausbildung ließ sich Köttgen zu Beginn der 1830er Jahre in Elberfeld nieder. Er arbeitete im Bergischen Land und in Köln als Bildnismaler und Dichter. Er verkehrte in demokratischen und sozialistischen Kreisen, u. a. mit K. Marx, F. Engels und H. von Fallersleben. Nach Stationen in Bremen und Hamburg ließ sich Köttgen mit seiner Familie 1853 in Düsseldorf nieder. Nur wenige Gemälde sind von ihm überliefert. Bekannt wurde Köttgen vor allem mit einem Selbstbildnis aus den 1830er Jahren, das ihn modisch gekleidet und glatt rasiert als jungen, selbstbewussten Mann zeigt. Mit seinen freiheitlich, revolutionären Überzeugungen zählt Köttgen zu den politisch aktivsten Künstlern seiner Zeit.

Peter Schwingen

1813 Muffendorf (heute Bonn) - 1863 Düsseldorf
Peter Schwingen zählt zur ersten Generation der Genre- und Bildnismaler der Düsseldorfer Malerschule. Er stammte aus einfachen Verhältnissen. Der Vater war Feldhüter und Kleinbauer in Muffendorf bei Bonn. Mithilfe eines Stipendiums des preußischen Staates kam Schwingen 1832 an die Düsseldorfer Kunstakademie. Er studierte hier bis 1845, obwohl ihm das Stipendium bereits 1834 wegen „Faulheit“ wieder aberkannt worden war; denn nach den Sommerferien war er fünf Wochen lang nicht in die Hochschule gekommen. Seine Lehrer waren Th. Hildebrandt und C. F. Sohn sowie Wilhelm von Schadow. Als Genremaler schuf Schwingen vor allem humorvolle Dorfszenen und idyllische Darstellungen aus dem ungestörten, ländlichen Leben im Familienverbund. Ab Mitte der 1840er Jahre malte er vermehrt Alltagsszenen mit sozialkritischen Akzenten. „Die Pfändung“ (1845, Düsseldorf, Museum Kunstpalast) erregte in seiner von sozialen Unruhen gekennzeichneten Entstehungszeit großes Aufsehen. Peter Schwingen starb 1863 verarmt und vergessen im Alter von nur 50 Jahren.

Eduard Pistorius

1796 Berlin - 1862 Karlsbad
Nach seinem Studium an der Berliner Kunstakademie war Pistorius zunächst in Dresden tätig. Von einer Studienreise aus Holland kommend, traf er im Frühjahr 1827 in Düsseldorf ein. Johann Wilhelm Schirmer erinnerte sich in seinen „Autobiographischen Schriften", dass Pistorius „viel von den älteren Niederländern seines Fach's, von ihrer Technik" sprach und für deren Werke „schwärmte". In Düsseldorf gehörte Pistorius dem engeren Kreis um Wilhelm von Schadow an. 1830 ließ er sich in Berlin nieder, wo er seit 1833 der Preußischen Akademie der Künste angehörte. Pistorius machte sich vor allem einen Namen mit Genrebildern im Stil der Werke der alten niederländischen Meister.