Eugen Kampf

1861 Aachen - 1933 Düsseldorf
Eugen Kampf war der älteste Sohn des Königlichen Hoffotografen August Kampf und dessen Frau Maria. Ausgebildet wurde er an den Kunstakademien von Antwerpen, Brüssel und Düsseldorf, wo er dem Kreis um Professor Eugène Dücker (1841-1916) angehörte, der ab 1872 für mehr als 40 Jahre die Landschaftsklasse geleitet hat. Der naturalistische Stil Dückers prägte den jungen Eugen Kampf ebenso wie viele seiner Künstlerfreunde. Durch Dücker wurde die Begeisterung für die Niederlande geweckt, die bei Eugen Kampf Zeit seines Lebens andauern sollte. Seit 1889 war der Künstler dauerhaft in Düsseldorf ansässig. Hier zählte er 1892 mit seinem Bruder Arthur und acht weiteren Künstlern zu den Begründern des Künstler-Clubs Sankt Lucas. 1908 wurde er Professor an der Kunstakademie Düsseldorf, die ihm auch die Ehrenmitgliedschaft verlieh.

Peter Philippi

1866 Trier - 1945 Rothenburg ob der Tauber
Die Familie des Malers Peter Philippi unterhielt am Hauptmarkt in Trier eine angesehene Buchhandlung, die nach mehr als 100 Jahren 1983 geschlossen wurde. Die spätbiedermeierliche Ausstattung des Ladenlokals mit den darüber liegenden Wohnräumen inspirierten den jungen Künstler zu vielen seiner Bilder. An der Düsseldorfer Kunstakademie ausgebildet, zog Philippi 1906 ins pittoreske Rothenburg ob der Tauber, wo er bis zum Ende seines Lebens ansässig war. Der älteren Traditionslinie der Düsseldorfer Akademie und Vorbildern wie Ludwig Knaus, Benjamin Vautier, Hugo Oehmichen u. a. folgend, verschrieb sich Philippi einer präzise ausgeführten anekdotischen Genremalerei in tonigen Farben. Unbeeinflusst von zeitgenössischen Umbrüchen und Kunstströmungen hielt er sich über Kaiserzeit und zwei Weltkriege hinweg bis zu seinem Tod an diese behaglich-idyllische Kleinmalerei, die perfekt in die Kunstdoktrin des Dritten Reiches passte. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde Philippi mit Ehrungen überschüttete und 1944 in die „Gottbegnadeten-Liste“ (Führer-Liste) der wichtigsten Maler des NS-Staates aufgenommen.

Gerhard Janssen

1863 Kalkar - 1931 Düsseldorf
Der im niederrheinischen Kalkar geborene Gerhard Janssen stammte aus einfachen Verhältnissen, sein Vater war Seiler. Zwischen 1878 und 1894 studierte er mit Unterbrechungen an der Düsseldorfer Kunstakademie. Studienreisen führten ihn in die Niederlande (gemeinsam mit Helmuth Liesegang), sowie nach England und Belgien. Janssen malte seine Bilder mit breitem und kraftvoll-grobem, später zunehmend skizzenhaftem, aber immer sicherem Strich. Seine Helldunkel-Malerei ist dabei von einer kühlen, später überwiegend bräunlichen Palette geprägt. Zu seinen bekanntesten Gemälden gehören die von französischen Caféhaus-Bildern inspirierte „Alte Bockhalle in Düsseldorf“ (um 1890, Düsseldorf, Museum Kunstpalast), „Een dolle Boel“, eine derbe Trinkergesellschaft (um 1900) und die großformatige skizzenhafte Szene „Der letzte Gast“ (1910/11, Düsseldorf, Museum Kunstpalast). 1909 erhielt Janssen den Professorentitel der Kunstakademie in Düsseldorf, seit 1920 war er Mitglied der Kunstakademie Berlin. 1930 ernannte ihn seine Heimatstadt Kalkar zum Ehrenbürger.