Wilhelm Schneider-Didam

1869 Altenhuden - 1923 Düsseldorf
Wilhelm Schneider-Didam, der wie Fritz von Wille an der Düsseldorfer Kunstakademie ausgebildet worden war (1888–1895) und wie dieser Mitglied im Künstlerverein Malkasten (1896–1923) sowie in der Gruppe Laetitia gewesen ist, hatte sich auf die Porträtmalerei spezialisiert, ein Genre, das um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert durch die Fotografie zunehmend Konkurrenz bekommen hatte. Um sich von der modernen „Lichtmalerei" zu unterscheiden, forderte Schneider-Didam „das künstlerische Bildnis, das nicht nur durch Ähnlichkeit, Charakterisierung und Lebendigkeit interessiere, sondern auch durch Form und Ausdruck“. Schneider-Didam zeigte seine erste Ausstellung 1894 in der renommierten Düsseldorfer Galerie Schulte. Durch Porträts von Künstlerkollegen verschaffte er sich bald den Ruf als Maler vortrefflicher Herrenbildnisse. Bis zu seinem Tod lebte Schneider-Didam in Düsseldorf. Zusammen mit Eugen Kampf leitete er eine private Damenmalschule.

Fritz Reusing

1874 Mülheim (heute Köln-Mülheim) - 1956 Haan
Der an der Düsseldorfer Kunstakademie u. a. von Arthur Kampf ausgebildete Maler Fritz Reusing gilt als einer der letzten überregional gesuchten Bildnismaler der Düsseldorfer Malerschule. Auftragsarbeiten führten ihn u. a. nach Berlin, München, Paris, Holland und Belgien. 1918 wurde Fritz Reusing zum Ehrenmitglied der Kunstakademie ernannt, an welcher er als Professor die Klasse für Bildnismalerei leitete. Zeit seines Lebens blieb er in Düsseldorf ansässig. Reusing porträtierte mit einem lockeren, breiten Malstil zahlreiche berühmte Zeitgenossen, darunter zahlreiche Künstlerkollegen, aber auch Musiker, wie Richard Strauss und Igor Strawinsky, Schauspieler und Schriftsteller, wie Joachim Ringelnatz und Hans Carossa, und große Wissenschaftler, wie Albert Einstein und Max Planck. Auch schuf er im Auftrag der Habsburger repräsentative Herrscherporträts u. a. von Kaiser Wilhelm I., Friedrich III. und Wilhelm II. Von 1897/98 bis 1956 war Fritz Reusing Mitglied des Künstlervereins Malkasten. Im Treppenhaus des Vereinsgebäudes hängt noch heute ein großes Gruppenbildnis mit insgesamt 18 Personen, das er in den Jahren 1933 und 1937 ausführte.

Eugen Kampf

1861 Aachen - 1933 Düsseldorf
Eugen Kampf war der älteste Sohn des Königlichen Hoffotografen August Kampf und dessen Frau Maria. Ausgebildet wurde er an den Kunstakademien von Antwerpen, Brüssel und Düsseldorf, wo er dem Kreis um Professor Eugène Dücker (1841-1916) angehörte, der ab 1872 für mehr als 40 Jahre die Landschaftsklasse geleitet hat. Der naturalistische Stil Dückers prägte den jungen Eugen Kampf ebenso wie viele seiner Künstlerfreunde. Durch Dücker wurde die Begeisterung für die Niederlande geweckt, die bei Eugen Kampf Zeit seines Lebens andauern sollte. Seit 1889 war der Künstler dauerhaft in Düsseldorf ansässig. Hier zählte er 1892 mit seinem Bruder Arthur und acht weiteren Künstlern zu den Begründern des Künstler-Clubs Sankt Lucas. 1908 wurde er Professor an der Kunstakademie Düsseldorf, die ihm auch die Ehrenmitgliedschaft verlieh.

Arthur Kampf

1864 Aachen - 1950 Castrop-Rauxel
In Aachen geboren, studierte Arthur Kampf ab 1879 an der Düsseldorfer Kunstakademie. Bereits Mitte der 1880er Jahre wurde er überregional bekannt. Nach Abschluss des Studiums unterrichtete er zunächst als Hilfslehrer an der Düsseldorfer Kunstakademie, 1893 wurde er zum Professor berufen. In dieser Zeit begründete er seinen Ruf als herausragender Historienmaler. Ab 1898 setzte Arthur Kampf seine künstlerische Laufbahn in Berlin fort. Hier wurde er zum Mitglied der repräsentativen Königlichen Akademie ernannt und unterhielt ein Meisteratelier. Von 1907 bis 1912 stand er der Einrichtung als Präsident vor. Die Leitung der parallel zur Akademie bestehenden Hochschule für die bildenden Künste hatte er von 1915 bis 1924 inne. Aus Sorge um den Verlust traditioneller künstlerischer Werte ließ er sich ab 1933 kulturpolitisch von den Nationalsozialisten vereinnahmen, was ihm ermöglichte, auch während des Zweiten Weltkriegs ungehindert arbeiten zu können.