Fritz von Wille

1860 Weimar - 1943 Düsseldorf
Fritz von Wille war einer der Söhne von August und Clara von Wille. Wie sein Vater studierte er von 1879 bis 1882 an der Kunstakademie Düsseldorf und bildete sich mit Freilichtstudien autodidaktisch zum Landschaftsmaler weiter. Die abwechslungsreiche Eifellandschaft entdeckte er erstmals um 1885 als Motivrepertoire für seine Malerei. Mit der Anmietung von Wohnungen in Reifferscheid und auf der Burg Dalbenden bei Urft sowie dem Kauf der Burg Kerpen bei Hillesheim 1911 wurde die Eifel dem Düsseldorfer Maler ab 1900 zur zweiten Heimat. Die Ausstellung von 29 Eifelbildern („Eifel-Collection“) in der Städtischen Kunsthalle in Düsseldorf 1904 bedeutete für ihn der erste künstlerische Durchbruch als „Maler der Eifel“. Akademische Auszeichnungen auf internationalen Ausstellungen in München, Salzburg und Wien machten ihn bekannt, und renommierte Museen kauften seine Bilder an. Höhepunkte seiner Karriere waren der Verkauf der heute wohl verlorenen Erstfassung des Gemäldes „Die Blaue Blume“ an Kaiser Wilhelm II. auf der Großen Berliner Kunstausstellung 1908 sowie die Verleihung eines Professorentitels 1910 (ohne Lehrauftrag in Düsseldorf). Die öffentlichen Aufträge für die Ausstattungen der Kreishäuser in Daun 1911 und Wittlich 1913 mit Eifellandschaften brachten ihm nicht nur künstlerischen, sondern auch wirtschaftlichen Erfolg. Fritz von Wille war seit 1892 mit Maria Auguste Schneider, genannt Gustel, verheiratet. Der Ehe entstammen die beiden Söhne Otto (1901-1977) und Fritz jun. (1903-1972).