Helmuth Liesegang

1858 Duisburg - 1945 Leipzig
Es war Helmuth Liesegang, der am 15. Januar 1892 den bei der Polizeidirektion in Düsseldorf eingereichten Antrag auf Anerkennung des Künstler-Clubs Sankt Lucas unterzeichnet hat. Wie die Clubmitglieder Andreas Dirks, Olof Jernberg und Eugen Kampf war auch Liesegang an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Eugène Dücker ausgebildet worden. Im Unterricht von Carl Ernst Forberg hatte er zudem die druckgrafischen Techniken erlernt. Den Ideen seines Lehrers Dücker folgend, unternahm er gemeinsam mit seinen Malerfreunden Exkursionen an den Niederrhein, nach Holland und Flandern. Hier kam er auch mit den Malern der Haager Schule in Kontakt und traf mit Max Liebermann zusammen, dessen kompromissloser Realismus seine Wirkung auf den Düsseldorfer Maler nicht verfehlte. Während einer Studienreise nach Paris wurde Liesegang mit der impressionistischen Freilichtmalerei konfrontiert. Eine durchlichtete, leuchtende Farbigkeit kennzeichnete nun seine Bilder. Neben reinen Landschaften hinterließ er Stadt- und Dorfansichten, Seestücke sowie eine Reihe von Blumen- und Gartenbildern.