Ludwig Knaus

1829 Wiesbaden - 1910 Berlin
Nach ersten autodidaktischen Studien kam Knaus 1845 mit 16 Jahren an die Düsseldorfer Kunstakademie und wurde dort Schüler von C. F. Sohn und W. von Schadow. Im Gegensatz zu seinen Lehrern, die historische, religiöse- und mythologische Themen pflegten, fand Knaus seine Sujets schon früh in der Genremalerei. Nach Auseinandersetzungen mit Schadow wegen seiner zu naturalistischen Auffassung brach Knaus 1848 das Studium ab, um sich selbständig der Freilichtmalerei zu widmen. Studienaufenthalte führten ihn in der Folgezeit nach Willingshausen, in den Schwarzwald, nach Paris und Barbizon. Auch reiste er nach Prag, Budapest und Wien sowie in die Kunstzentren Italiens, Englands und der Niederlande. Bis 1861 lebte Knaus in Düsseldorf, bis 1867 in Berlin und Wiesbaden, danach erneut in Düsseldorf. 1874 ließ er sich endgültig in Berlin nieder, wo er an der Kunstakademie eine Malklasse leitete. Knaus war sehr erfolgreich und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt.

Wilhelm Camphausen

1818 Düsseldorf - 1885 Düsseldorf
Im Düsseldorfer Kunstleben war Camphausen über Jahrzehnte eine zentrale Erscheinung. Der wenig ältere Alfred Rethel führte ihn in die Zeichenkunst ein. 1834 schrieb er sich an der Kunstakademie ein, lernte bei dem großen Historienmaler Carl Friedrich Lessing, später bei dem Porträtisten Carl Ferdinand Sohn und wurde schließlich von Wilhelm von Schadow 1843 in dessen Meisterklasse aufgenommen. Sein ganzes Leben hat Camphausen – abgesehen von Studienreisen und Militäreinsätzen – in Düsseldorf verbracht. Er führte dort ein gastfreies Haus, war ein beliebtes und tragendes Mitglied der Künstlervereinigung Malkasten und dort für Fest- und Theaterdekorationen aller Art zuständig. An der Akademie hat er nie gelehrt, doch unterrichtete er privat; denn seine große Begabung als Militär- und Schlachtenmaler war sehr gefragt.

Adolph Schroedter

1805 Schwedt a. d. Oder - 1875 Karlsruhe
Schroedter erhielt den ersten Unterricht bei seinem Vater, der ein Geschäft für Gebrauchsgraphik betrieb.Seit 1820 setzte er diesen an der Kupferstecherschule in Berlin fort. 1829 folgte er Wilhelm von Schadow nach Düsseldorf, wohnte bei Lessing und fand schnell Aufnahme im Schüler- und Freundeskreis der Akademie, wo er bis 1836/37 Schadows „erste Klasse“ besuchte. Neben Graphiken entstanden erste Ölgemälde, darunter 1832 „Die trauernden Lohgerber“, eine Persiflage auf die Schmerz- und Trauerbilder seiner Kollegen. Neben Parodien wurde damit das humorvolle Genre Gegenstand seines Schaffens. Seit 1838 wandte er sich vor allem Stoffen der Weltliteratur zu, die in den Düsseldorfer Kreisen intensiv gelesen wurden, insbesondere Cervantes und Shakespeare. 1848 wich Schroedter nach Frankfurt a. M. aus, kehrte allerdings 1854 nach Düsseldorf zurück und wurde Mitglied des Künstler-Vereins Malkasten. 1859 erfolgte seine Berufung zum Professor für Freihandzeichnen und Ornamentik an das Polytechnikum in Karlsruhe.

Johann Peter Hasenclever

1810 Remscheid - 1853 Düsseldorf
Hasenclever war der einzige Sohn einer bergischen Familie des Kleineisen- und Schmiedehandwerks Schon früh machte sich seine Begabung im Nachzeichnen und Kolorieren von Kupferstichen bemerkbar. Über den Direktor des Düsseldorfer Gymnasiums, auf das ihn die Eltern 1827 schickten, wurde er der Kunstakademie empfohlen. Zunächst sollte er Baumeister werden, doch riet ihm Schadow selbst zur Malerei. Schadow war es auch, der ihn nach anfänglichen „traurigen Witwen, traurigen Bettlern, und anderen Traurigkeiten“ ganz nach dem Muster der Düsseldorfer Seelenmalerei dazu anhielt, sich dem humoristischen und komischen Fach zu widmen. Interner Zerwürfnisse in der Akademie und besserer Verkaufsaussichten wegen wechselte Hasenclever 1838 nach München, unternahm zwei Italienreisen, um sich dann ab 1843 frisch vermählt dauerhaft in Düsseldorf nieder zu lassen. Neben Adolph Schroedter gilt Hasenclever als einer der hervorragendsten Vertreter des humoristischen Genres der Düsseldorfer Malerschule.