Andreas Achenbach

1815 Kassel - 1910 Düsseldorf
Neben Carl Friedrich Lessing und Johann Wilhelm Schirmer gilt Andreas Achenbach als die dritte große Gründergestalt der Düsseldorfer Landschaftsmalerei. Als Frühbegabter war er bereits mit 12 Jahren an der Kunstakademie aufgenommen worden, wo er ab 1829 in die neu gegründeten Landschafterklasse von Johann Wilhelm Schirmer studierte. Waldlandschaften und Marinen sollten zum Schwerpunkt seines Schaffens werden. 1832-33 reiste er mit dem Vater an die holländischen, deutschen und baltischen Küsten. 1835 folgten Dänemark und Schweden, auch verließ er die Akademie und ging ein Jahr später nach München, wo sich die Eltern niedergelassen hatten. Aufenthalte in Paris und Frankfurt schlossen sich an, verbunden mit wiederholten Besuchen der Niederlande. Erst 1843-45 reiste er nach Italien. Seit 1846 bleibend in Düsseldorf ansässig, wurde sein Atelier Mittelpunkt eines reichen Schaffens, das bis nach Amerika ausstrahlte.

Oswald Achenbach

1827 Düsseldorf - 1905 Düsseldorf
Oswald war der zwölf Jahre jüngere Bruder von Andreas Achenbach. 1835-41 besuchte er die Düsseldorfer Kunstakademie, früh von seinem Bruder, dann von Johann Wilhelm Schirmer beeinflusst. 1843 reiste er nach Oberbayern, zwei Jahre später mit Albert Flamm erstmals nach Oberitalien. Die zweite Italienreise 1850 galt Ariccia, Olevano, Rom und der Campagna. Seit 1857 schlossen sich weitere Italienreisen. Wurde er von der italienischen Landschaft inspiriert, warfen andere Exkursionen in die Normandie, in die Schweiz, Holland, Belgien oder in deutsche Bäderstädte kaum Ertrag für sein Schaffen ab. Achenbach führte im „Malkasten“ Regie, spielte selbst mit und nahm sich der Dekoration an. Ein ausgeprägtes Interesse galt auch dem Diorama, dem Panorama und der Fotografie. Seit 1861 unterhielt Oswald Achenbach ein eigenes Atelier an der Kunstakademie in Düsseldorf, 1863 übernahm er dort als Nachfolger von Hans Fredrik Gude die Professur für Landschaftsmalerei (1863-1872). Es waren vor allem seine virtuos ausgeführten Italienbilder, die in einer Zeit der touristischen Euphorie für den Traum vom Süden zu großer Anerkennung des Künstlers bei seiner großbürgerlichen Klientel führten.

Ascan Lutteroth

1842 Hamburg - 1923 Hamburg
Obwohl Ascan Lutteroth Zeit seines Lebens eng mit seiner norddeutschen Heimat verbunden blieb und als einer der bedeutenden Hamburger Maler des ausgehenden 19. Jahrhunderts gilt, wird er zu den Künstlern der Düsseldorfer Malerschule gezählt, da er im Rheinland einen großen Teil seiner Ausbildung absolviert hat. Seine Studien begann Ascan Lutterroth 1861-1864 bei Alexandre Calame in Genf. 1865 kam er an die Düsseldorfer Kunstakademie, wo er bis 1868 in der Landschaftsklasse von Oswald Achenbach studierte. Angeregt durch seinen Lehrer bereiste er 1868-1870 Rom und Neapel. Hier entstanden lichtdurchflutete Campagna-Landschaften, in denen der künstlerische Einfluss Oswald Achenbachs deutlich sichtbar ist. 1870-1876 war Lutteroth in Berlin ansässig. Er pflegte freundschaftlichen Kontakt mit dem Kronprinzenpaar Friedrich Wilhelm und Victoria von Preußen. Gemeinsam wurden Reisen nach Italien, in die Schweiz und nach Tirol unternommen. Ab 1876 war Ascan Lutteroth dauerhaft in seiner Heimatstadt Hamburg ansässig. Vom zeitgenössischen Publikum hoch geachtet, ist Lutteroth heute nur noch wenigen Kunstkennern bekannt.

Albert Flamm

1823 Köln - 1906 Düsseldorf
Ähnlich wie sein etwas jüngerer Freund und Schwager Oswald Achenbach gehört auch Flamm zu den italienbegeisterten Koloristen unter den deutschen Landschaftsmalern der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Seit 1837 an der Düsseldorfer Akademie wie Andreas Achenbach zunächst dem Baufach zugetan, besuchte er 1839 die Akademie in Antwerpen, um sich, wieder in Düsseldorf, 1840/41 in die Klasse für Landschaftsmalerei einzuschreiben. Anfangs auch von Andreas Achenbach unterrichtet, war es jedoch Oswald Achenbach, der ihn bald nachhaltig beeinflussen sollte. Noch bevor er 1850 die Akademie verließ, unternahmen beide ihre erste Reise nach Italien. Auch die zweite Italienreise 1850 in die Campagna wurde gemeinsam unternommen. Flamm blieb bis 1853 und lernte auch Rom, Neapel und Sizilien kennen. Nahezu jährlich kehrte er in die Campagna und an den Golf von Neapel zurück. Hier vor allem fand er die Motive für seine Landschaftsmalerei, die er bis ins hohe Alter in zahlreichen Werken variierte.