Joseph Bernardi

1826 Düsseldorf - 1907 Düsseldorf
Über die Lebensumstände des Landschaftsmalers Joseph Bernardi ist nicht viel bekannt. 1838-1846 studierte er an der Kunstakademie in Düsseldorf. Die letzten drei Jahre an der Akademie absolvierte er in der Landschaftsklasse von Johann Wilhelm Schirmer. 1850 ist Joseph Bernardi in München als Mitglied des Kunstvereins nachgewiesen. Später kehrte er nach Düsseldorf zurück. Joseph Bernardi malte überwiegend Gebirgslandschaften mit Wildwasserflüssen und tosenden Wasserfällen oder einsamen Bergseen. Zu Lebzeiten stellte er seine Gemälde auf Ausstellungen in Bremen, Düsseldorf, Hannover, Magdeburg und München aus. Neben den Alpenbildern präsentierte er hier auch Landschaften aus Oberbayern und dem Taunus sowie Ansichten vom Rhein.

Carl Jungheim

1830 Düsseldorf - 1886 Düsseldorf
Carl Jungheim zählt zu den Schülern von Johann Wilhelm Schirmer an der Düsseldorfer Kunstakademie. In den ersten Jahren malte er neben Gebirgsbildern auch Wald- und Parklandschaften. Die Motive fand er in Düsseldorf und in der Umgebung der Stadt. Regelmäßige Studienreisen führten Jungheim in die Bergwelt der Schweiz sowie nach Oberbayern und Tirol. 1856 unternahm er gemeinsam mit seinen Künstlerfreunden Albert Flamm und August Leu d. Ä. eine erste Reise nach Italien, eine zweite folgte 1863. Der heute nahezu vergessene Maler war zu Lebzeiten mit seinen Bildern auf Ausstellungen in Deutschland, Europa und Amerika vertreten.

Johann Wilhelm Schirmer

1807 Jülich - 1863 Karlsruhe
Schirmer wurde 1839 der erste Professor für Landschaftsmalerei an der Düsseldorfer Kunstakademie. Seit 1830 hatte er – zunächst vertretungsweise während der Italienreise des Direktors Schadow – den Unterricht einiger Landschafter angeleitet, die dann 1832 als eigene Klasse etabliert wurden. Diese war aus dem „Landschaftlichen Componierverein“ erwachsen, den Schirmer zusammen mit seinem Freund Carl Friedrich Lessing 1827 ins Leben gerufen hatte. Mit seinen Schülern erschloss er das Ahrtal und die Eifel für die Kunst. Reisen in die Schweiz (1835/37) und in die Normandie (1836) ergänzten seine Landschaftserfahrungen um die Eindrücke von Hochgebirge und Küste. Aus der Italienreise (1839/40) resultierte vor allem eine starke Rückbindung an die klassische Landschaftsmalerei von Claude Lorrain, Poussin und Dughet. 1854 wurde Schirmer als Gründungsdirektor der Badischen Kunstschule nach Karlsruhe berufen. Mit über 300 Schülern war er der erfolgreichste deutsche Kunsterzieher des 19. Jahrhunderts.

Andreas Achenbach

1815 Kassel - 1910 Düsseldorf
Neben Carl Friedrich Lessing und Johann Wilhelm Schirmer gilt Andreas Achenbach als die dritte große Gründergestalt der Düsseldorfer Landschaftsmalerei. Als Frühbegabter war er bereits mit 12 Jahren an der Kunstakademie aufgenommen worden, wo er ab 1829 in die neu gegründeten Landschafterklasse von Johann Wilhelm Schirmer studierte. Waldlandschaften und Marinen sollten zum Schwerpunkt seines Schaffens werden. 1832-33 reiste er mit dem Vater an die holländischen, deutschen und baltischen Küsten. 1835 folgten Dänemark und Schweden, auch verließ er die Akademie und ging ein Jahr später nach München, wo sich die Eltern niedergelassen hatten. Aufenthalte in Paris und Frankfurt schlossen sich an, verbunden mit wiederholten Besuchen der Niederlande. Erst 1843-45 reiste er nach Italien. Seit 1846 bleibend in Düsseldorf ansässig, wurde sein Atelier Mittelpunkt eines reichen Schaffens, das bis nach Amerika ausstrahlte.