Otto von Wille

1901 Düsseldorf - 1977 Neuenrade (Sauerland)
Otto war einer der beiden Söhne von Fritz und Auguste von Wille. Im Gegensatz zu seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Fritz jun. (1903–1972), der einen kaufmännischen Beruf erlernte, setzte Otto die Familientradition fort und wurde Maler. 1924 bis 1929 besuchte er die Düsseldorfer Kunstakademie, anschließend ließ er sich als freischaffender Künstler in Düsseldorf nieder. Reisen führten ihn nach Norwegen, Holland, Italien und in die Schweiz. Seit 1932 war Otto von Wille mit seiner ehemaligen Kommilitonin an der Düsseldorfer Kunstakademie Margarete Burchardt (1909–2004) verheiratet. Der Ehe entstammen die Söhne Konrad (geb. 1935) und Jürgen (geb. 1937). Eine schwere Zäsur brachte der Zweite Weltkrieg: 1940 wurde der Maler zum Kriegsdienst eingezogen, kam in Kriegsgefangenschaft und kehrte erst 1947 in seine Heimatstadt zurück. Sein Atelier mit sämtlichen Bildern und Studien war zerstört worden, und das elterliche Haus in der Rosenstraße in Düsseldorf war ebenso verloren wie die Burg Kerpen in der Eifel. Im Juli 1959 wurden Grete und Otto von Wille geschieden. In zweiter Ehe war der Künstler mit Evelyne von Wille–Stadler, geb. Hartkopf verheiratet. Otto von Wille malte Landschaften, Porträts und Stillleben, doch sind nur relativ wenige Werke von ihm erhalten.