Heinrich Franz Gaudenz von Rustige

1810 Werl (Westfalen) - 1900 Stuttgart
Heinrich von Rustige studierte von 1829 bis 1836 an der Düsseldorfer Kunstakademie u. a. bei Wilhelm von Schadow die Fachrichtung Genremalerei, bevor er ans Städelsche Kunstinstitut in Frankfurt wechselte, um dort später als Hilfslehrer zu arbeiten. 1845 erhielt er eine Professur an der Kunstschule in Stuttgart, wo er 1857 auch das Amt des Leiters der Staatlichen Gemäldegalerie und des Inspektors der Königlichen Galerie übernahm. Bekannt wurde Rustige vor allem mit Historiengemälden und mit sentimentalen oder humorvollen Genrebildern. Neben der Malerei betätigte er sich auch als Radierer und – weniger erfolgreich – als Autor von Gedichten, Schauspielen und kunsttheoretischen Schriften.

Johann Caspar Scheuren

1810 Aachen - 1887 Düsseldorf
Den ersten Unterricht erhielt J. C. Scheuren durch seinen Vater, den Maler und Gebrauchsgraphiker Johann Peter Scheuren. Nach dreijähriger Mitarbeit in dessen Werkstatt durfte er 1829 die Düsseldorfer Kunstakademie besuchen. Nach Heinrich Christoph Kolbe und Wilhelm von Schadow waren dort vor allem Johann Wilhelm Schirmer und Carl Friedrich Lessing seine Lehrer. Ab 1835 unterhielt er ein eigenes Atelier, auch trat er im selben Jahr eine Reise nach Österreich, in die Schweiz und nach Oberitalien an. Nach seiner Heirat 1839 intensivierten sich die Kontakte zum preußischen Prinzenpaar im Schloss Jägerhof, wo er mit der höfischen Damenwelt sogar einen Malzirkel gründete. 1843 bereiste er ein zweites Mal Italien. 1848 wurde er Gründungsmitglied des „Malkastens“, des Vereins freier Düsseldorfer Maler, und 1855 zum Professor ernannt. Auf Reisen machte er sich immer wieder mit der rheinischen Landschaft, ihrer Architektur und Geschichte vertraut, die u. a. zum Nahe-Album von 1835 und den berühmten Rhein-Alben von 1862 und 1880 führten. Als druckgrafischer Künstler war er so vielseitig wie keine anderer Maler in seiner Zeit.

Gustav Lange

1811 Mülheim (an der Ruhr) - 1887 Düsseldorf
Gustav Lange studierte 1828-1832 an der Düsseldorfer Kunstakademie. Hier wurde er im Landschaftsfach von Johann Wilhelm Schirmer ausgebildet. Lange verbrachte sein ganzes Leben in Düsseldorf. Er spezialisierte sich auf die Landschaftsmalerei und machte sich vor allem einen Namen mit seinen sorgfältig, im akademischen Stil ausgeführten Winterbildern. Durch die geschickte Wiedergabe des Lichtes zu unterschiedlichen Tageszeiten und die Darstellung von Wetterphänomenen, wie Schnee und Sturm, trüber Nebel oder gleißender Sonnenschein, ist den Bildern Langes oft eine besondere Stimmung zu eigen.

Carl Dahl

1810 Berlin - 1887 Osnabrück
Carl Dahl präsentierte seine ersten Landschaftsgemälde mit Motiven aus der Sächsischen Schweiz auf der Berliner Akademieausstellung 1832. Es ist wahrscheinlich, dass er zu dieser Zeit als Student an der Berliner Kunstakademie eingeschrieben war. Schon ein Jahr später, 1833, ging er an die Kunstakademie nach Düsseldorf. Hier studierte er bis 1838 Landschaftsmalerei in der neu eingerichteten Klasse von Johann Wilhelm Schirmer. Wie Schirmer, Lessing und die anderen frühen Düsseldorfer Landschaftsmaler unternahm auch Dahl ausgedehnte Reisen und Wanderungen. Diese führten ihn in den Hunsrück und die Mark Brandenburg, an den Oberrhein, den Bodensee und in die Schweizer Alpen.