Jacob Lehnen

1803 Hinterweiler (Eifel) - 1847 Koblenz
Jacob Lehnen, ein Bauernsohn aus der Eifel, erhielt seinen ersten Zeichenunterricht in Koblenz. 1829 kam er zum Studium an die Düsseldorfer Kunstakademie, das er als Meisterschüler von Wilhelm von Schadow erfolgreich abschloss. Nach seiner Ausbildung blieb er in Düsseldorf ansässig und spezialisierte sich wie sein ebenfalls kleinwüchsiger Malerkollege Johann Wilhelm Preyer auf das Stillleben. Lehnens Frucht- und Küchenstücke waren bei den Käufern so beliebt, dass sie nach Wolfgang von Müller von Königswinter „ab [gingen], wie warme Semmeln“. In der Regel von kleinem Format, zeigen sie neben alltäglichen Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen auch südländisches Obst, exotische Meeresfrüchte oder Wildbrett. Gerne staffierte der Künstler das Arrangement mit Trinkgläsern aus, um sein malerisches Können in der Wiedergabe transparenter glatter Oberflächen zu demonstrieren.

Johann Wilhelm Preyer

1803 Rheydt - 1889 Düsseldorf
Der kleinwüchsige Johann Wilhelm Preyer wurde an der Düsseldorfer Kunstakademie durch Peter Cornelius und Wilhelm von Schadow zum Maler ausgebildet. Im Sommer 1835 unternahm er eine Studienreise nach Holland, die über Utrecht, Rotterdam, Den Haag nach Amsterdam führte und ihn mit den Werken der alten niederländischen Meister bekannt machte. 1837 ging er mit seinem Bruder Gustav aus Protest an den Düsseldorfer Verhältnissen nach München. Sein Freund J. P. Hasenclever folgte ein Jahr später nach. 1840 und 1843 unternahm Preyer Reisen nach Italien. Anschließend kehrte er nach Düsseldorf zurück, wo er bis zu seinem Lebensende als erfolgreicher Stilllebenmaler tätig war. Zu seinen Auftraggebern zählten u. a. König Ludwig I. von Bayern, der Berliner Kaufmann und Kunstmäzen Louis Ravené und Konsul Joachim Heinrich Wilhelm Wagener, dessen bedeutende Gemäldesammlung den Grundstock der Nationalgalerie Berlin bilden sollte.

Carl Jutz d. Ä.

1838 Windschläg bei Offenburg - 1916 Pfaffendorf bei Koblenz
Carl Jutz d. Ä. zählt neben Johann Christian Kröner und Carl Friedrich Deiker zu den wenigen Tiermalern der Düsseldorfer Malerschule. Er stammte aus einer einfachen Schuhmacherfamilie. Nachdem 1848 die Mutter und wenig später zwei der acht Geschwister gestorben waren, wanderte der Vater, gedrängt durch die wirtschaftliche Not, mit den übrigen Kindern nach Amerika aus. Der fünfzehnjährige Carl ging nicht mit nach Übersee, sondern nahm ab 1853 bei dem niederländischen Tiermaler August Knip in Baden-Baden seinen ersten Malunterricht. 1861 zog Jutz nach München, 1867 ließ er sich dauerhaft in Düsseldorf nieder.