Vater und Sohn
Als sich Olof Jernbergs Vater, August Jernberg, nach einer künstlerischen Ausbildung in Schweden und Paris 1854 in Düsseldorf niederließ, war dort bereits eine große Gruppe skandinavischer Künstler ansässig. August Jernberg integrierte sich schnell in die Düsseldorfer Kunstszene und war bald ein anerkannter Stillleben-, Veduten-, Porträt- und Genremaler.
Dass Olof Jernberg wie sein Vater Maler werden wollte, überrascht nicht angesichts seiner Kindheit zwischen Pinseln und Paletten, den Porträtsitzungen für seinen Vater und den ersten eigenen Versuchen im heimischen Atelier. Anders als sein Vater fokussierte sich Olof auf die Landschaft. Besonders faszinierte ihn dabei das impressionistische Spiel von Atmosphäre und Licht. Figuren finden sich in seinen Werken hauptsächlich als Staffage in der Landschaft oder im Interieur, nur gelegentlich sind sie das Hauptmotiv.

"Großvaters Seifenblasen"
August Jernberg
August Jernberg bietet mit dem Gemälde „Großvaters Seifenblasen“ eine klassische, anekdotische Darstellung der Düsseldorfer Genremalerei. Obwohl das Bild eine spontane Situation einzufangen scheint, ist das Gemälde genau komponiert und anhand mehrerer Diagonalen aufgebaut. Genauso durchdacht ist die Lichtregie, die einzelne Details, wie das Gesicht des Großvaters und die Haut des Kindes, aufleuchten lässt und den Hintergrund in eine helle und eine verschattete Partie teilt.
Eigentümer:Dr. Axe-Stiftung

"Mädchen mit Rosenkorb"
August Jernberg
Anmutig und ernsthaft präsentiert das kleine Mädchen mit der weißen Schürze einen geflochtenen Korb, der üppig mit weißen, rosa, roten und gelben Rosen gefüllt ist. Mit dem Bild schuf Jernberg eine Symbiose aus Bildnis- und Stilllebenmalerei. Das nuancenreiche Spiel der Farben, die „reine Malerei“, macht seinen besonderen Reiz aus.
Eigentümer:Dr. Axe-Stiftung
August Jernberg
1826 Gävle (Schweden) - 1896 Düsseldorf